
Ein Website-Relaunch ist ein entscheidender Moment für jedes Unternehmen. Neue Struktur, modernes Design, optimierte Inhalte – doch ein einziger Fehler kann alle Vorteile zunichtemachen: defekte Links. Wenn nach dem Relaunch hunderte von Links ins Leere führen, verlieren Sie nicht nur Besucher, sondern auch hart erarbeitete Rankings und das Vertrauen Ihrer Nutzer. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung und systematischer Prüfung lassen sich diese Probleme vermeiden.
Bei einem Relaunch ändern sich typischerweise URL-Strukturen, Seitenarchitekturen und interne Verlinkungen. Was vorher unter „/produkte/kategorie-a/" zu finden war, liegt nun vielleicht unter „/shop/kategorie-a/". Jede dieser Änderungen birgt Risiken:
Die Konsequenzen sind gravierend: Google wertet massenhafte 404-Fehler als Qualitätsproblem, Rankings brechen ein, und Nutzer verlassen frustriert die Seite. Ein gründlicher Link-Check vor und nach dem Relaunch ist daher keine Option, sondern Pflicht.
Bevor Sie mit dem Relaunch starten, müssen Sie den aktuellen Zustand dokumentieren. Crawlen Sie Ihre bestehende Website vollständig und erfassen Sie:
Erstellen Sie eine vollständige Liste aller URLs Ihrer aktuellen Website. Diese dient später als Grundlage für Ihr Redirect-Mapping. Professionelle Crawler-Tools durchsuchen systematisch alle internen Verlinkungen und erstellen ein vollständiges Inventar Ihrer Seitenstruktur.
Dokumentieren Sie, welche Seiten wie miteinander verlinkt sind. Diese Daten helfen Ihnen später zu überprüfen, ob wichtige interne Links auch in der neuen Struktur noch funktionieren. Besonders kritisch sind Links von der Startseite, aus der Navigation und von stark frequentierten Seiten.
Listen Sie alle wichtigen Backlinks auf, die auf Ihre Website verweisen. Tools wie die Google Search Console, Ahrefs oder Majestic liefern diese Daten. Diese externen Links sind wertvoll für Ihr Ranking – sie müssen nach dem Relaunch unbedingt noch funktionieren oder korrekt weitergeleitet werden.
Nachdem Sie wissen, welche URLs existieren und welche wertvoll sind, entwickeln Sie eine Redirect-Strategie:
Erstellen Sie eine Tabelle, die jede alte URL ihrer neuen Entsprechung zuordnet. Bei strukturellen Änderungen kann dies aufwendig sein, ist aber unverzichtbar. Für jede URL müssen Sie entscheiden:
Setzen Sie die geplanten Weiterleitungen auf dem Testserver um. Verwenden Sie ausschließlich 301-Redirects (permanente Weiterleitungen), damit Google den PageRank auf die neuen URLs überträgt. Vermeiden Sie Weiterleitungsketten (A → B → C), diese verwässern den Link-Juice und verlangsamen die Ladezeit.
Bevor die neue Website live geht, müssen Sie alle Links gründlich testen. Diese Phase ist entscheidend, denn nachträgliche Korrekturen sind aufwendiger und kostspieliger.
Setzen Sie professionelle Tools ein, um defekte Links effizient zu finden und zu beheben. Ein guter Broken-Link-Checker crawlt nicht nur die Startseite, sondern folgt allen internen Links rekursiv und testet jeden einzelnen auf Erreichbarkeit.
Achten Sie besonders auf:
Automatisierte Tests sind essentiell, aber ergänzen Sie diese durch manuelle Stichproben. Rufen Sie wichtige alte URLs auf und prüfen Sie, ob die Weiterleitung zur richtigen Zielseite führt und inhaltlich Sinn ergibt. Ein technisch korrekter 301-Redirect nützt wenig, wenn Nutzer auf einer thematisch völlig fremden Seite landen.
Wenn Sie auf Ihrer Website externe Links zu anderen Websites haben, prüfen Sie auch diese. Beim Relaunch werden oft Content-Dateien neu strukturiert oder bereinigt – dabei gehen manchmal auch externe Verlinkungen verloren oder werden fehlerhaft übertragen.
Der Relaunch ist live – jetzt beginnt die kritische Beobachtungsphase. In den ersten Tagen und Wochen zeigen sich oft Probleme, die im Testing nicht auffielen.
Richten Sie ein automatisches Monitoring ein, das Sie sofort informiert, wenn Nutzer oder Suchmaschinen auf 404-Fehler stoßen. Die Google Search Console bietet hierfür einen Bericht über Crawling-Fehler, der zeigt, welche URLs nicht erreichbar sind.
Werten Sie Ihre Server-Logs aus, um zu sehen, welche URLs aufgerufen werden und welche Statuscodes zurückgegeben werden. Hier finden Sie oft Probleme, die normale Crawler übersehen – etwa URLs, die von externen Quellen verlinkt wurden, die Sie nicht auf dem Schirm hatten.
Richten Sie regelmäßige automatisierte Link-Prüfungen ein. Gerade in den ersten Wochen nach dem Relaunch sollten Sie täglich oder zumindest wöchentlich einen vollständigen Crawl durchführen. So erkennen Sie neue Probleme schnell, bevor sie sich auf Rankings und Nutzererfahrung auswirken.
Aus der Praxis kennen wir wiederkehrende Problemfelder, die Sie besonders im Blick haben sollten:
Für einen professionellen Relaunch benötigen Sie die richtigen Werkzeuge. Spezialisierte Link-Checker crawlen Ihre Website systematisch und identifizieren alle problematischen Links – sowohl interne als auch externe. Achten Sie bei der Tool-Auswahl auf:
Professionelle Lösungen wie Linkcheck PLUS bieten zudem Features wie E-Mail-Benachrichtigungen bei neuen Fehlern, Dashboard-Übersichten und historische Daten, die zeigen, wie sich die Link-Qualität über die Zeit entwickelt.
Nutzen Sie diese kompakte Checkliste für Ihren Relaunch:
Ein Website-Relaunch ohne gründliche Link-Prüfung ist ein unnötiges Risiko. Die investierte Zeit in systematische Tests zahlt sich vielfach aus: Sie vermeiden Ranking-Verluste, bewahren die Nutzererfahrung und müssen nicht unter Zeitdruck nachträglich hunderte von Fehlern korrigieren. Mit der richtigen Strategie und professionellen Tools wird Ihr Relaunch zum Erfolg – ohne die gefürchteten Traffic-Einbrüche, die viele Websites nach einem Neustart erleben.